Entspannungstechniken bei Stress - 10 einfache Methoden für mehr Gelassenheit im Alltag

Veröffentlicht am 18. Juli 2026 um 10:17

Stress gehört für viele Selbstständige zum täglichen Brot. Hier zeige ich dir ein paar Entspannungstechniken, die wirklich helfen und die dir wieder Energie geben.

 

Stress gehört dazu – aber lasse nicht dein Leben von ihm bestimmen

Die Verantwortung als Selbstständiger ist groß. Du kümmerst dich um die Belange deiner Kunden, erstellst Angebote, bearbeitest Projekte, machst deine Buchhaltung, entwickelst neue Ideen für dein Business und machst dein eigenes Marketing. Das ist ganz schön viel, oder? Und dann kommt noch der private Bereich dazu, der natürlich auch nicht außer Acht gelassen werden darf.

Da ist Stress natürlich vorprogrammiert. Wenn das mal eine kurze Zeit so ist, vollkommen ok. Aber wenn du dauerhaft dieser großen Belastung ausgesetzt bist, kann das durchaus zum Problem werden. Dann leidet nicht nur deine Konzentration, sondern es geht auch auf den Körper und deine Kreativität.

Hier habe ich eine kleine Lösung für dich: Es gibt viele Entspannungstechniken, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen und das ohne großen Aufwand. Schon wenige Minuten können dir dabei helfen, dich zu entspannen und deinen Kopf wieder freier zu bekommen.

 

Warum ist Entspannung so wichtig?

Stress ist eine ganz natürliche Reaktion deines Körpers. Bei kurzer Dauer kann er sogar hilfreich sein, da deine Aufmerksamkeit steigt und du leistungsfähiger bist.

Aber wenn du langfristigem Stress ausgesetzt bist, kann das Folgen haben:

  • Eine dauerhafte innere Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungssymptome
  • Konzentrationsprobleme
  • Verspannungen
  • Gereiztheit

Deswegen sind Pausen keinesfalls Luxus. Dein Körper benötigt die regelmäßige Erholung um auf lange Zeit gesehen gesund zu bleiben und die notwendige Leistung zu bringen.

 

  1. Bewusstes Atmen

Du siehst die Arbeit auf dem Schreibtisch, das Telefon klingelt, eine E-Mail kommt rein. Am besten solltest du alles gleichzeitig erledigen. Aber wo fängst du an? Du spürst, wie dein Atem schneller und flacher wird. Der Sauerstoff kommt nicht mehr dort an, wo er soll – im Gehirn.

Setzte dich gerade hin. Nimm dir bewusst eine Minute Zeit. Schließe deine Augen. Atme langsam und tief ein und wieder aus. Konzentriere dich nur auf deinen Atem. Atme ruhig und bewusst, bis du innerlich wieder ruhiger wirst.

Du wirst merken, schon so eine kleine Auszeit holt dich aus dem Hamsterrad Stress wieder heraus. Und dann erledige deine Aufgaben in Ruhe nacheinander.

 

  1. Kurze Bewegungspausen

Wer kennt das nicht? Du sitzt stundenlang am Schreibtisch und möchtest gerade aufstehen. Und in dem Moment merkst du, wie verkrampft du eigentlich bist.

Stehe immer wieder zwischendurch kurz auf, streck dich oder gehe ein paar Schritte.

Auch ein kurzer Spaziergang kann dir wunderbar helfen, deinen Kopf wieder freizubekommen und entspannter mit der Arbeit fortzufahren.

 

  1. Progressive Muskelentspannung

Auch das ist eine einfache Methode, die dir ein wenig Erleichterung schaffen kann.

Hierbei spannst du bewusst nacheinander verschiedene Muskelgruppen an und entspannst diese nach kurzem halten wieder. Auf diese Weise lernst du, deine körperliche Anspannung bewusster wahrzunehmen und gezielt wieder loszulassen.

Viele Menschen verspüren bei dieser Methode eine zügige Verbesserung und fühlen sich wohler.

 

  1. Meditation

Ich liebe meditieren. Aber es ist tatsächlich Übungssache.

Du suchst dir eine angenehme Position, beispielsweise legst du dich auf dein Bett oder setzt dich gemütlich in einen Sessel. Schließe nun deine Augen und konzentriere dich auf deine Atmung. Alle Gedanken, die dir durch den Kopf schwirren, lässt du ziehen. Nur deine Atmung ist jetzt wichtig.

Wer sich allein schwertut abzuschalten, es gibt auch geführte Hypnosen und Meditationen. Ich mag besonders kurze Entspannungsmeditationen. Einfach Kopfhörer auf und genießen. Man spürt, wie der Puls runterfährt. Ich orientiere mich an der Stimme und lasse mich durch die Meditation leiten. Wie ein kleiner Urlaub auf dem Sofa.

Mit ein wenig Übung fällt es immer leichter in die Entspannung zu gehen und wirklich runterzufahren.

 

  1. Die Kraft der Natur

Kennst du dieses Gefühl? Du stehst im Wald, schließt die Augen und atmest tief ein. Du nimmst die Geräusche um dich herum ganz deutlich wahr. Das Zwitschern der Vögel, das Rauschen der Blätter im Wind. Die Natur wirkt wie Balsam für die Seele.

Versuche regelmäßig kleine Spaziergänge zu machen. Halte kurz inne und lass die Ruhe der Natur die Oberhand gewinnen. Du wirst merken, wie gut das deinem Körper tut.

 

  1. Nutze die Kraft der Musik

Musik kann deine Stimmung beeinflussen. Je nachdem, was du hörst.

Ich höre beim Arbeiten unheimlich gern Klaviermusik. Es entspannt mich und macht mich ruhiger und hilft mir dabei, mich zu konzentrieren.

Jeder mag was Anderes. Anderen helfen Naturgeräusche oder einfach Radio.

Nach der Arbeit hilft mir auch gerne Mal etwas lautere Musik. Druck ablassen, laut mitsingen und den Arbeitstag abschließen. Zumindest bei dem lauten Gesang hat sich noch keiner beschwert 😊.

Erstelle dir am besten eine Playlist, die zu dir passt und die du dir immer dann anhörst, wenn du etwas abschalten möchtest.

 

  1. Digitale Auszeiten

Wer kennt das nicht? Man klebt am Handy, scrollt durch die sozialen Medien und zack ist eine halbe Stunde rum. Und was hatten wir davon? Richtig: GAR NICHTS!

Unser Gehirn muss ständig neue Informationen verarbeiten und kommt unmöglich zur Ruhe.

Plane dir bewusste, bildschirmfreie Zeiten ein. Einfach mal das Handy beiseitelegen und sich mit anderen Dingen beschäftigen oder nur mal die Ruhe genießen.

Du wirst merken, wie entspannt du dich fühlst.

 

  1. Dankbarkeitsübungen

Stress verführt uns dazu, mehr die Dinge wahrzunehmen, die wir noch zu erledigen haben. Was wir schon alles geschafft haben, oder was uns Schönes am Tag passiert ist, rutscht dann schnell in den Hintergrund. Schade eigentlich, oder?

Nimm dir jeden Abend ein paar Minuten Zeit. Schreibe dir drei kleine Dinge auf, die an diesem Tag gut gelaufen sind oder schön waren.

Du kannst dir zu Beispiel ein schönes Achtsamkeitstagebuch anlegen. Wenn du durchblätterst, siehst du, was du alles erreichst.

Diese kleine Übung hilft dir, dass du deinen Fokus so lenkst, das Positive wahrzunehmen.

 

  1. Guter Schlaf ist Gold wert

Oh, die eine Sache mache ich heute noch. Ach, und dem Kunden sollte ich auch noch antworten. Das geht noch schnell….

Blick auf die Uhr: Verdammt, schon wieder so spät und der Wecker geht um 5 Uhr runter. Das wird wieder eine kurze Nacht.

Ein absoluter Rattenschwanz. Wenn wir dauerhaft zu wenig schlafen, sinkt unsere Produktivität. Versuche daher, dir feste Schlafenszeiten zu planen. Versuche sie einzuhalten und dir auch die Zeit zu geben, den Abend ruhig ausklingen zu lassen.

Ein ausgeschlafener Körper hat einfach mehr Power und kann mit den Belastungen des Alltags deutlich besser umgehen.

 

  1. Entspannung fest einplanen

Meinst du die Auszeit klopft höflich an deine Tür und fragt, ob du jetzt vielleicht ein wenig Zeit hättest? Falsch gedacht! Gerade in der Selbstständigkeit ist das deine Aufgabe und deine Verantwortung für dich selbst.

Plane dir deshalb deine Ruhephasen bewusst ein, als wären es Kundentermine oder Besprechungen. Es geht hier nicht um Stunden. Schon zehn bis fünfzehn Minuten am Tag können dein Gamechanger sein für mehr Kraft und Produktivität.

 

Finde die Methode, die zu dir passt

Wir Menschen sind so unterschiedlich. Demzufolge brauchen wir auch ganz verschiedene Dinge, um zu entspannen.

Für manch einen ist es eine der oben genannten Techniken. Ich beispielsweise bevorzuge Meditation, Musik und Spaziergänge. Ein anderer liest lieber ein Buch, häkelt, macht Yoga oder hört zwischendurch Heavy Metal. Jedem das Seine.

Probiere einige Methoden aus und hör mal ehrlich in dich rein. Was tut dir wirklich gut?

Wen interessiert, welche Methode gerade im Trend liegt? Es interessiert nur, was dir wirklich Kraft gibt und was sich gut anfühlt.

 

Entspannung ist kein Zeichen von Schwäche

Wer sagt denn so einen Quatsch? Aber gut, ich sehe das Problem. Wir Selbstständigen setzen uns gerne unter Druck, ständig Leistung bringen zu müssen.

Aber Höchstleitung auf Dauer funktioniert eben nicht. Dafür ist unser Körper nicht gemacht. Hab Nachsicht mit deinem Körper. Sei dankbar, was er alles für dich leistet, und gestehe ihm die Ruhephasen zu. Selbstfürsorge – für mich das Wort des Tages.

Sorgst du gut für dich, dann kannst du auch jeden Tag das Beste für dein Unternehmen aus dir herausholen.

 

FAZIT

Wir werden es nicht schaffen, Stress im Berufsalltag dauerhaft zu vermeiden. Aber wir können lernen, bewusster mit ihm umzugehen.

Kleine Auszeiten, Entspannungsrituale und einfache Techniken können uns helfen, uns zu umsorgen und Körper und Geist zu pflegen.

Schon ein paar Minuten täglich reichen aus, um wieder Energie zu tanken und etwas gelassener durch den Arbeitstag zu gehen.

Vergiss nicht: Wenn es dir gut geht, geht es auch deinem Business gut. Du investierst hier in dich selbst und du bist nun mal die Kraft, die dein Unternehmen voranbringt und wachsen lässt.